Autor: marcus

heute abend geht es weiter nach ‚phu quoc‘.

‚phu quoc‘ heißt präzise übersetzt: „feines fleckchen erde, an dessen strand 7000 sandkrümel sauber nebeneinander aufgereiht sind und wo einem, vor einer hütte mit einem dach aus balsamicoessigstäbchen vor lauter meeresfröschen und sonneneigelb, worte wie ‚lohnsteuerjahresausgleich‘ oder ‚gipskarton‘ nicht mehr einfallen wollen.“ oder so ähnlich.

ich kann nicht schlafen.

die bettwäsche riecht quietschig nach ‚respond grüner apfel shampoo‘. tagsüber mit 30 millionen cash in der tasche und nachts rührt der ventilator die stille im zimmer zu schaum. ich fühle mich wie johnny depp in einem film mit leonardo di caprio.

der nachwuchs muss ran.

im hotel eingecheckt, wird mein pass sorgsam von der dorfjugend beäugt und man lässt mich wohlwollend auf’s zimmer. mein fenster gewährt aussicht auf den flur. das hotel nebenan hat dafür einen pool.

läuft.

haus verkauft. gekauft: wacholderbeeren, rosmarin, im duty free ’nen liter gin mare, fever tree tonic water, eiswürfel. auf dem plattenteller: deep purple, made in japan, seite 4, space truckin‘. im wohnzimmer (aufgezogen): die alte uhr von tante franziska – zu jeder 4tel stunde. verdrängung: läuft.

vögel und mietwagen.

kunst. ihr kennt das. vögel, die auf mietwagenmotorhauben scheißen sind vor lauter kreativität meist kaum zu bremsen. heute: ein scheißendes kamel ensemble in gold. (künstler unbekannt)

geschafft.

ich sitze mit anderen 70-jährigen in der kneipe und gucke championsleague auf SKY. eben rief einer „den hätte meine omma gemacht“. (ein ritterschlag). nach all den jahren – ich bin endlich angekommen!

composing am ofen.

bei unseren freunden am brölerhof ein paar tage an neuen „mothers of guru“ songs arbeiten ist das beste. man kommt mit frischen ideen nach hause und hat nach nur einem wochenende das gefühl man hätte mehrere wochen urlaub gehabt.