bratfettverleih.

katzenfotos?

mir ist zwar völlig unklar, was dieser schnauzbärtige hercules poirot verschnitt hier soll (ursprünglich hatte ich „katzenfotos“ bei duckduckgo eingegeben), aber vielleicht liegt das daran, dass ich keine lust mehr zum programmieren hatte und mir irgendsoein doofes agatha christie template runtergeladen habe.

wie dem auch sei, hier gibt es jede menge – auf meinem mist gewachsenen – unsinn.

selber schuld wer weiterliest!

der tom hanks ticker.

mittlerweile legendär und oft zitiert (bei und von mir selbst…)

„Zurück auf meiner Ranch finde ich fremde Menschen vor, die einem merkwürdigen Kult huldigen, dem sogenannten „Einchecken und Boarden“. Ich mach‘ mir nichts draus, ignoriere diesen neumodischen Unsinn und lade mein Pferd wie gewohnt am Saloon zwischen dem Whisky- und Blaue Bohnenautomat elektrischauf.“

Sonntag.

SWISS hat meinen Rückflug gecancelled. Dachten wohl, wer nicht hinfliegt wohnt jetzt in Bielefeld und will also auch nicht zurück. Ich kann allerdings meine beiden dadurch freigewordenen Plätze (Valencia-Zürich, Zürich-Düsseldorf (morgen früh dann)) für € 663,00 kaufen. Nett was? Meine Plätze! Noch netter: Nach zähen Verhandlungen und ein bischen Sex geht man auf liebenswerte € 630,00 runter. Ich wittere weiteren Sex und lehne ab. Kurz meine Alternativen: Germanwings € 389,00 IBERIA € 1.000,00 (vermutlich weil ohne Küssen). …oder? Dienstag früh mit der IBERIA zum Preis von € 241,00. Es ist immer noch Sonntag. Ich lasse am Niederländischen Konsulat meinen Pass vorrübergehend auf den Namen ‚Tom Hanks‘ ändern, willige ein und mach’s mir gegenüber vom Check-In gemütlich. Mal sehen wer länger kann…

Sonntag, 19 Uhr 19. Flughafen Valencia.

Heute muss mein Glückstag sein. Ich habe einen Euro gefunden – kein Scheiß‘.

Sonntag, 19 Uhr 28. Flughafen Valencia.

Werde mich wohl gleich mal über die Freizeitangebote hier am Flughafen erkundigen. Vllt. gibt’s hier Volleyball oder Paella-Kurse.

Sonntag, 19 Uhr 36. Flughafen Valencia

Ertappe mich dabei, wie ich kurz erwäge im Dutyfree Shop ein Präzisionsgewehr zu erstehen, um auf Menschen zu schießen, die boarden. (Erschiene das jetzt auf facebook, hätte ich wenig später immerhin einen sicheren Schlafplatz.) Mache mir bereits jetzt Gedanken darüber, mich hier irgendwo auf einen Aushilfsjob zu bewerben (was man nicht alles so von Borkum mitnimmt an Survival-Skills.)

Sonntag, 19 Uhr 50. Flughafen Valencia.

Erste Halluzinationen: Ich bilde mir einen Krebs ein, der mit einer Kamera zwei Osterhasen hinterherläuft.

Sonntag, 20 Uhr 10. Flughafen Valencia.

Cool. Jetzt nur noch 34 Stunden und 20 Minuten bis zum Abflug. Hotel ist für Mädchen (Moment mal, ich bin ein halbes Mädchen…)

Sonntag, 20 Uhr 34. Flughafen Valencia.

Randy Newman macht sich bei Spottify über mich lustig. Der Flughafen lichtet sich merklich, ich halte durch. Spüre den mentholgeschwängerten Atem der Nachtsaurier in meinem Nacken, macht nix, ich kann zurückatmen. Wenn ich einatme bin ich ein Rückflugticket, wenn ich ausatme ist es weg… und ich hier. So. Esse NIE WIEDER Käsefondue. Basta.

Sonntag, 20 Uhr 47. Flughafen Valencia.

Habe zum 3. Mal in Folge den Flughafendirektor im Scrabble geschlagen, vermutlich weil wir uns auf die niederländische Sprache geeinigt haben. Selber schuld, ich hatte mir die ‚Allgemeinen Geschäftsbedingungen‘ bei SWISS auch nicht durchgelesen. Morgen kommen mich übrigens die ersten Freunde aus Deutschland besuchen, bekomme Zahnbürste und Isomatte gebracht.

Sonntag, 21 Uhr 10. Flughafen Valencia.

Übrigens: Beim letzten Mal als ich hier übernachtet habe, wurde, nachdem ich mir das optimalkuschlige Draht- und Stahlplätzchen als Nachtlager auserkoren hatte, wenig später ein Loch in die Wand gebohrt, gehämmert und geschlagen und ein EC-Automat angebracht. Auch das kein Scheiß, Alter Entfalter!

Sonntag, 21 Uhr 10. Flughafen Valencia.

Habe gerade meinen externen Akku an die, mir bestens bekannte Steckdose zwischen einem Kaffee- und einem Snackautomaten angeschlossen. Kleines, schwarzes Kästlein. Verdammt, was muss man noch machen um hier übernacht eingebuchtet zu werden? Eine Stewardess Schaffner nennen??? Bette mich jetzt zur Nacht liebe Gemeinde. BTW: Habe soeben das erste Mal in meinem Leben nicht auf das bis wann gibt’s Frühstück, sondern auf das ab wann geachtet.

Sonntag, 22 Uhr 06. Flughafen Valencia.

Kann nicht schlafen. Der Gedanke nach Zerstreuung treibt mich um. Morgen an den Strand oder mit dem Bus ins Phantasialand.

Sonntag, 22 Uhr 12. Flughafen Valencia.

Freue mich auf Madrid Dienstagmorgen. Werde vermutlich nur die Herrentoilette am Flughafen sehen, aber hey, ich bin jung und brauche das Geld.

Sonntag, 24 Uhr 99. Flughafen Valencia.

Der Flugaffe ist verwaist und gehört ich. Erste Anzeichen von Warmsinn. Suche einen Baum mit Steckdose. Gehörn aufgeweicht. Werde hier den Rest meines Lebens vor-mich-hirn-wege-tierchen. Ansagen in spanisch prasseln wie Herbstblätter auf mich runter, aber ich habe ein Inselchen, das lacht: ‚Atme…!‘

Montag, 8 Uhr 56. Flughafen Valencia (immer noch).

Ich reite wieder. Sitze fest im Sattel. Über dem offenen Feuer habe ich mir zum Frühstück Speck mit Bohnen zubereitet und einen Kaffee geröstet.

Montag, 9 Uhr 14. Flughafen Valencia.

Habe übrigens bestens geschlafen. Meine beiden Lieblingspositionen: die mit der linken Schulter am Fuß und die mit dem Kopf am Bauch. Habe den Flugaffen mittlerweile fest im Griff. Die Stewardessen tanzen Rumba im Evakostüm und wir besprühen uns ausgiebig mit teuren Dutyfree Produkten. Der Direktor hat mittlerweile einen Niederländischkurs belegt und kann mich erstmals beim Scrabble schlagen.

Montag, 12 Uhr 23. Valencia.

Bin in die Stadt geritten und nehme landesspezifische Nahrung zu mir. Jetzt bloß nicht vergessen, dass man der hübschen Bedienung die Kamera für’s Foto in die Hand drückt und nicht dem rumänischen Gastarbeiter auf dem Motorrad. Noch ca. 23 Stunden bis Düsseldorf, vorher heisst es aber noch Zwischenlandung in Madrid. Zürich, Madrid. Hauptsache Belgien.

Montag, 13 Uhr 55. Valencia. (Wo sonst?)

Auf meinem Tisch findet ein Wanzenrennen zwischen Vater und Sohn – so meine Vermutung aufgrund von Körpergröße und Gewicht – statt. Im Hintergrund spielt ein Mensch am Saxophon das Solo von ‚Baker Street‘. Arschloch, das darf man nicht! Auch nicht in Absurdistan.

Montag, 20 Uhr 11. Flughafen Valencia.

Zurück auf meiner Ranch finde ich fremde Menschen vor, die einem merkwürdigen Kult huldigen, dem sogenannten „Einchecken und Boarden“. Ich mach‘ mir nichts draus, ignoriere diesen neumodischen Unsinn und lade mein Pferd wie gewohnt am Saloon zwischen dem Whisky- und Blaue Bohnenautomat elektrischauf. Ich erwäge die Nacht mal eine dritte Lieblingsposition zu üben. Vielleicht Unterlippe am Knie oder so.

Montag, 20 Uhr 54. Flughafen (hahahahaaaa) Valencia.

Es ist soweit. Der Flughafen und ich sind miteinander verwachsen. Ich fühle mich angekommen, ruhe in mir, eine tiefe Gewissheit, dass ich hierher gehöre beschleicht mich, der Getränkeautomat ist meine Mutter, das Urinal mein Vater, die Hinweistafeln meine Bibel, die Mitarbeiter meine Jünger. Ich bin Jesus, gehe über Wasser und über Los, ziehe aber keine Boardingkarte ein. Die Geräusche formen langsam die Sinfonie meiner Verzweiflung, der Geruch von pudrigem “alte-Männer-Parfum“ und hastig aufgetragenem Teenieduft mischen sich mit den ständig wiederkehrenden Aufforderungen ich soll auf mein verficktes Gebäck aufbacken. Ich raste nicht aus sondern hin und her. Please passengers proceed to gate LSD. Pinsel hilf, ich bin ein Eishockey-Puck.

Montag, 21 Uhr 50. Flughafen Valencia.

Muss gerade an den Phil Collins Hit „One More Night“ denken… seltsam. Die Bedienung kehrt seit 20 Minuten agressiv um mich herum… Moment! Also irgendwas in der Richtung ‚wir schließen jetzt‘, ich packe meine Sachen und trolle mich Richtung Bettchen.

Montag, 21 Uhr 55. Flughafen Valencia.

Toll. Charger und Ladekabel gemopst. Wech. Einfach nicht mehr da. Meine ‚Bastion Steckdose‘ zwischen den beiden Automaten wurde eingenommen, geschändet und herzlos ausgeraubt. Ein Fall für die Guardia Civil, eher nicht, denn der Mann spricht keine Sprache, also nur Spanisch, der freundliche andere Polizist verweist mich an die Flughafensicherheit, die nicht im Office ist, aber sein sollte – Spanien eben. Ein Honigkuchenpferd erklärt mir hinterher, dass sie da nichts machen kann. Nee, klar, wer nichts macht, der macht eben auch nichts, das ist reine Physik. Ich lege mich schlafen. Jetzt doch irgendwie mal stinksauer und überhaupt.

Dienstag, 4 Uhr 00. Flugsaurierhafen Valencia.

Rodriguez weckt mich. Kein Mensch nirgendwo. Doch, da… eine Kanadierin. Mir wird gerade siedendheiß bewusst, dass sich meine Boardingcard auf meinem iPhone, ich verbessere mich: ‚ungeladenem iPhone‘ befindet. Ich checke den Ladezustand und korrigiere mich erneut, ‚auf meinem mit 1% (also das ist ja jetzt mal purer Zynismus) geladenen iPhone‘. Einen Moment lang denke ich ‚du kommst hier net ‚raus.‘ Nie wieder Deutschland, nie wieder Zilivi… Zisi…, ach egal. Ich spreche die einzige Kanadierin in Spanien an und die hat was? Richtig, ein iPhone Ladekabel. Ich lade und sie erzählt mir, dass sie meinen Weckton mag und „Searching for Sugarman‘ gesehen hat. Der Tag wird mein Freund. Ein bischen.

Dienstag, 5 Uhr 30. Flughafen Valencia.

Bin durch die Schranken, die den Abflug bedeuten und weiß jetzt final (im Kleinen), wie sich Tom Hanks gefühlt haben muss. Danke für eure Aufmerksamkeit und die vielen Briefe und Postkarten. Gate Info in 5 Minuten. Bin guter Hoffnung eines Tages wieder meine Wohnung zu betreten. (Falls sie dann noch…

fuchs, du hast mir meine nächte gestohlen.

ich wache nachts auf und mir fallen alternativen zum alten kinderlied „fuchs, du hast die gans gestohlen“ ein – ernst anschütz möge mir verzeihen…

„fuchs, du hast die gans gestohlen
genau wie letztes jahr
obwohl, moment mal, warte kurz
ach nee – da ist sie ja.“

fuchs, du hast das ganze gestohlen
gib die hälfte her
so hat jeder was davon
ich denk‘, das ist nur fair

fuchs, du hast das ganze gestohlen
gib mir die hälfte ab
ich brenn dir sonst was auf den pelz
nehm alles und lach mich schlapp

fuchs, du hast das ganze gestohlen
nicht viertel, halb, nein ganz
als förster muss ich handeln jetzt
und beiss dir in den schwanz

fuchs, du hast die gans gestohlen
lieber wäre mir fleisch vom kalbe
doch weil ich grad so ‚n hunger hab
machen wir halbe halbe?

fuchs, du hast die gans gestohlen
gib sie wieder her
ist sie bis 12e nicht zurück
erzähle ich‘s dem bär

fuchs, du hast die gans gestohlen
ja bist du noch ganz dicht
mit ein bischen kinderstube
tut man sowas nicht

fuchs, du hast die gans gestohlen
und kannst sie gern behalten
ich habe nämlich käse da
undzwar von dem ganz alten

fuchs, du hast die gans gestohlen
das ärgert mich schon sehr
also her damit, du übler wicht
ansonsten schiessgewehr

fuchs, du hast die gans gestohlen
die gehörte meiner frau
jetzt muss ich mir ihr geschrei anhören
vielen dank, du dumme sau

fuchs, du hast die gans gestohlen
du dumme sau

fuchs, du hast den stall gestohlen
in dem befand sich eine gans
erst’ren hätt ich gern zurück
ich hoffe, er ist noch ganz

hase, du hast die gans gestohlen
rück sie wieder raus
sonst puste ich
ganz unverblümt
dir die löffel aus

gans, du hast den fuchs gestohlen
das war ganz schön dämlich
kennst du nicht das kinderlied
in dem frisst er dich nämlich

fuchs du hast mein huhn gestohlen
was soll ich bloß TUN
FISCH und Grünzeug mag ich nicht
mein Magen muß wohl ruh’n

fuchs du hast den bus gestohlen
mit zug ists zuviel fahrzeit
was soll ich meinem chef bloß sagen
komm ich zu spät zur arbeit

(der untergang)
gott, du hast bruno gans gestohlen
gib ihn wieder her
ich war ein fan von seinen rollen
besonders als hit-ler

fuchs du hast den reim gestohlen

fuchs, du hast die gans gestohlen
gib sie wieder her
sonst tut dich der jäger jagen
bis zum mittelmeer

uchs ich hab dein „F“ gestohlen
das geb ich dir zurück
wenn du die gans mir wiedergibst
undzwar an einem stück

fuchs, du hast das ganze gestohlen
gib mir die hälfte ab
sonst rasier‘ ich dein‘ intimbereich
und lach mich danach schlapp

fuchs, du hast die gans gestohlen
genau wie letztes jahr
obwohl, moment mal, warte kurz
ach nee – da ist sie ja.

fuchs, du hast der gans befohlen
bei dir aufzuräumen
ihren spanischkurs um zwei
wird sie dann wohl versäumen

gans weg
fuchs schuld

berliner tagebuch (auszüge).

ich habe mal… ach, was weiß ich – lest doch selbst:

„Ich habe meine Perückensammlung gekämmt und bereitgelegt. Bin mal gespannt wie kreativ der Regisseur vom ZDF dann letztendlich beim Schnitt wirklich ist. Am Ende wird ohnehin keiner von uns im Bild sein, was mich dazu führt euch zu gestehen, dass ich eigentlich weder in Berlin bin, noch mit Helene Fischer im Velodrom auftrete.“

Berlin Tagebuch 1.0
Sun, 07 Dec 2014 23:45:54

Hat mir mein Friseur empfohlen: „Schreib‘ ein Berlin Tagebuch oder blond?“ Also dann Tagebuch ab jetzt bis zum 13.12. um all das, was vor mir liegt besser zu verarbeiten… Los geht’s!

Berlin Tagebuch 1.1
Sun, 07 Dec 2014 23:51:23

Tag 1. Ich liege wach. 0 Uhr 46. Alles ist gepackt. Alles? Nur eine kleine, überschaubare Schar unzähmbarer Borsten steht aufrecht und unbeugsam im Bad. Zahnbürste also nicht vergessen. Der Bus geht morgen um 11 Uhr. 7 Seiten Noten gelernt. Ich starre an die Decke. @Claudia: Dem Finger geht’s so lala, er pocht, schmerzt, bringt mich beinahe um den Verstand aber ich glaube, ich komme durch. Achso, hattest Du gefragt?

Berlin Tagebuch 1.2
Mon, 08 Dec 2014 10:30:30

Du einzelner Becher ekelerregenden Kaffees. ‚Geschmacklos‘ Dein Name ist. Und dennoch… Nein doch nicht!

Berlin Tagebuch 1.3
Mon, 08 Dec 2014 17:34:29

Touchdown. Wenn die Omma mit Riesenschnauzer (also als Hund, nicht sie selbst…) neben mir an der Ampel wüsste was ich hier mache, hätte ich wohl Kaffee und Kuchen frei für Monate.

Berlin Tagebuch 1.4
Mon, 08 Dec 2014 19:31:10

Mist. Die Brezel-Company hat ausgerechnet in dieser KW Renovierungsarbeiten. Grober Fehler. Sitze jetzt im Dschungel beim Pilsener Urquell. Lee, der Barmann kann kein deutsch und ich versuche ihm die „Fingergeschichte“ auf englisch zu erzählen. Hab ik schon erwähnt, wie sehr ik auf Berlin steh‘, wah! 

Berlin Tagebuch 1.5
Mon, 08 Dec 2014 20:29:40

Bin gerade aus Versehen in Neukölln in einem Restaurant gelandet in dem das Reh ungefähr soviel kostet wie beim Scrabble „Kartoffelpü“ dreifachen Buchstabenwert ergeben würde. Hab‘ mir Kroketten bestellt. Nur Kroketten. Es kamen 4. Nach jeder kam der Kellner und fragt ‚alles zu Ihrer Zufriedenheit?‘ Neukölln halt – ihr kennt das! Hauptsache Eichkätzchen hier.

Berlin Tagebuch 2.0
Tue, 09 Dec 2014 07:19:37

Wach? Frühstück. Auf in’s Velodrom zu den Proben. Wach?

Berlin Tagebuch 3.0
Wed, 10 Dec 2014 12:58:14

Berlin. Regen. 2 Grad. Hamster im Herzen. Frühstück in der Brezel-Company, die sich erbarmt hat und wenigstens Posaunisten Notservice aufrechterhält. 
Berlin Tagebuch 3.1
Wed, 10 Dec 2014 14:29:51

Der freie Tag kommt mir sehr gelegen. Muss irgendetwas in mir dringend zurechtrücken, habe schliesslich gestern einem kompletten (!) Song beim Udo Jürgens Soundcheck gelauscht. Mache mir ernsthaft Sorgen. Ob das hier hilft? Eher keine Lösung…

Berlin Tagebuch 3.2
Wed, 10 Dec 2014 14:42:11

Sitze jetzt im Barettino auf der Reuterstraße. Nachdem ich Neukölln komplett abgelaufen habe um das Mittags-Croissant zu egalisieren. Versuche mich hier vom Kuchen fernzuhalten.

Berlin Tagebuch 3.3
Wed, 10 Dec 2014 16:09:56

Bärtig. Mützig. Drei Chinesen mit dem Kontrabass. Habe wohl meine Berlin-Uniform falsch bestellt. Ein Glück *brüll*, würde sonst noch als Hipster durchgehen. Gehe gleich mal rüber und frage die Mädels, ob sie sich Dienstags im Sommer auch zum gemeinsamen Murmeln verabreden. Weisste schon, so mit kleinem Löchlein inne Erde buddeln und jeder hat ’ne and’re Farbe… Klacker, Klacker.

(Einer hat jetzt seine Mütze ausgezogen. Die beiden Anderen sprechen jetzt in einer, ihm unverständlichen Sprache und spucken ihn alle 5 bis 10 Sekunden an.)

Berlin Tagebuch 3.4
Wed, 10 Dec 2014 17:23:41

Ich wäre dann soweit. Bekomme Trebbiano geschenkt. Kurz davor mich mit einem Hamster zu verstehen. Liebe den Regen (immer schon). Verstehe die Welt (außer Frauen). Bin immerhin nicht sooo sexy wie diese Frauenversteher. 

Berlin Tagebuch 4.0
Thu, 11 Dec 2014 13:02:57

Milchkaffee. (Hoffe, 4.1 wird wieder spannender…) Achso, heute gegen 19 Uhr geht die erste von zwei Aufzeichnungen los. Die Band hat sich darauf geeinigt am Freitag die Instrumente zu wechseln. Ich habe meine Perückensammlung gekämmt und bereitgelegt. Bin mal gespannt wie kreativ der Regisseur vom ZDF dann letztendlich beim Schnitt wirklich ist. Am Ende wird ohnehin keiner von uns im Bild sein, was mich dazu führt euch zu gestehen, dass ich eigentlich weder in Berlin bin noch mit Helene Fischer im Velodrom auftrete. Übrigens: ich sitze hier. Auch gut, was? 

Berlin Tagebuch 4.2
Thu, 11 Dec 2014 17:10:41

Sehr kafkaesker Moment. Komme in’s Velodrom und Udo Jürgens singt schon wieder, immer noch? Besser nicht weiterspinnen. So. Ersma Catering überfallen. Bekomme die Kaffeemaschine erklärt. @Kiki: Weisse Bescheid, hahaha. 

Berlin Tagebuch 4.3
Thu, 11 Dec 2014 22:39:32

Maffay ist klein. Auf Rollriser durch Berlin. Morgen Fielmann, Brille rutscht. Heimweg. Morgen nochmal. Maffay dann vermutlich auch nicht größer. 

Berlin Tagebuch 5.0
Fri, 12 Dec 2014 13:15:37

Möhre/Orange artig leergetrunken. Frisch ran an’s Werk und das Croissant aus der Hüfte gelaufen. Da ich in Berlin bin, überlege ich kurz am Bundestag vorbeizuschlendern. Vllt. hat Angie ja einen Moment.

Liebe Straßenmusiker…
Fri, 12 Dec 2014 15:27:20

…Weihnachtslieder haben auch Gefühle. Vor allem aber Pausen. Z.B. Viertel- und Achtelpausen. Auf Durchnudeln steht Haue!

Berlin Tagebuch 5.2
Fri, 12 Dec 2014 20:29:44

Queen, Take That, gleich sind wir dran, hahaha. Achja, …und natürlich wieder Udo Jürgens.

Berlin Tagebuch 6.0
Sat, 13 Dec 2014 08:18:44

Berlin ist auch morgens um 8 Berlin und sowas von Peter Fox. War mit Jotham und Noah gestern (?), heute morgen um 5 der Letzte auf der Aftershow-Party. Sensationelle Stimmung, bester Wildlachs ever, schon wieder Elton und dann bei Helene (immer noch unbeschreiblich hübsch) verabschiedet. Gemeinsames Foto hab‘ ich mir verkniffen, da sah ich schon komplett vernachtischt aus. ZOB ich eile. @Bett: Flausch‘ Dich schonmal auf.

twitter (auszüge).

ich habe mal eine weile getwittert – hier ein paar auszüge und gehirnamputiertheiten aus dieser frevelhaften periode:

 

„Ich habe 6 Follower auf Twitter. Überlege Sekte zu gründen. Fuhrpark. Sex. Danach offizielles ‚uns alle in die Luft jagen‘.“

„Galileo Halligalli.“

„Rührhai.“

„Lustpumpe.“

„Mistschwein*innen.“

„Ich habe einen Ohrwurm von einem Halbtonschritt. Das ist wohl dann Jazz-Valhalla?“

„Zahnzwischenraumbrüste.“

„Sashimi vom Flötenschlumpf.“

 

 

TRUMP
„Trumps Leibarzt ist Gastroenterologe. Benötigte für den Check nur 5 Minuten. Bei dem Fachwissen ist klar, dass er Scheiße schnell erkennt.“

„Trumpeltier.“

„Der taugt nur zum Trumpolin.“

„Trump: ‚Solange es keine blauen Gummibärchen gibt, ess‘ ich alle anderen auf.'“

„Bitte, lasst uns fair und unparteiisch sein: Donald Trump hat noch kein einziges Schwergewichtsfinale im Boxen verloren… #AuchWiederWahr“



„Brummfaltenhose.“

„Es regnet Nutztiere.“

„Musikertipp: Ersatzbatterien für die Fernbedienung der Minibar.“

„Der T-Rex ist dann wohl auch an Schnupfen ausgestorben – weil er sein Taschentuch nicht an’s Maul bekam, oder?“

„Übung macht die Leber.“

„Stress bei Rentnerehepaaren nennt man wohl ‚Arthrosenkrieg‘.“

„Mein Beschleunigungsmodus steht auf ‚Kontinentaldrift‘.“

„Einheitstag: #einheits“

„Chef einer Bande australischer Tiere: Der Ganguru.“

„Ihr solltet lieber mal ein gutes Buch leben.“

„Ich geh‘ gleich shoppen, als ob’s kein Borgen gäbe…“

„Stehe bei REWE an der Kasse. Klarer Fall für den Reptiliendienst der Stadt Düsseldorf.“

„Dummabzugshaube.“

„Verstandbenachrichtung.“



„Morgens nach dem Zähneputzen, mit Kopf im Nacken laut gurgelnd lachen müssen, weil man sich an einen Klingonen erinnert fühlt.“

„Das Oktoberfest der Anti-Alkoholiker wird übrigens mit dem Satz „O-Saft is!“ eröffnet.“

„Die CDU/CSU Fraktur.“

„Nimm mich. Habe noch 12% Devotpotential.“

„Zweifelnd wie ein vollgekokstes Flußpferdrudel.“

„Ich kann den Reis nicht länger aufhalten.“

„Ich habe jetzt einen Bratfettverleih.“

„Ich flaniere durch den Nachtisch auf einem Horst ohne Na… na nanana nana na na naaa na na.“

„9% Akku. Lightning Kabel defekt. Wahrscheinlichkeit, dass man mich orientierungslos und dehydriert an der estnischen Grenze auffindet: 100%.“

„Dürfen wir an ihrem Tisch Platz nehmen?“ „Gerne.“ (Seitdem mit Messer und Gabel presslufthammermäßig auf dem Weg zum Erdmittelpunkt.) #Danke?“

„…und flüstert leise ‚Herbst‘.“

„Eben ist ein Blatt vom Baum auf meinen Tisch gefallen. Der Jahreszeit, deren Namen wir beinahe vergessen haben, tippt es auf die Schulter.“



„Habe heute einem spanischen Admiral per Facetime persönlich mitgeteilt, dass ich seediensttauglich bin. Und ihr so? #Größenwahn“

„Volle Punktzahl beim „Beatles“-Quiz. Muss gleich mal in meinen Unterlagen nachschauen, ob’s wirklich ‚Jazz‘ war, das ich studiert habe.“

„Sommer 2016: Der Burkakäfer frisst das Sommerloch“

„Ich reite auf der Sonnenuntergans.“

„Wer ist eigentlich dieser ‚Ich‘?“

„*rennt in den Spielzeugladen und brüllt ‚her mit der Knete!’*“

„Du kommst in die Hölle. Du musst ab sofort und bis in alle Ewigkeit einen total verspannten Blauwal massieren.“

„Wenn Stevie Wonder mal gegen Brasilien spielt… #WONDERBRA“

„Beine zählen, Du Amateur. Hat er vier, ist’s ein Bier. Hat er drei, eins mehr als zwei. Hat er nur eins? IST ES EIN FLAMINGO!“

„Wer hat eigentlich diesem aufdringlichen ‚Morgen‘ erlaubt, uns permanent unaufgefordert heimzusuchen?“

„Wenn das Burkaverbot durchkommt, darf ich dann auch nicht mehr mit meiner alten Ritterrüstung auf die Straße?“

„Wo ich hier grad so tippe, schick‘ ich’s mangels Inhalt besser doch nich’… oh, rechts unten kann man was klicken…“

„Ich fühl‘ mich so Sesamstraße.“



„Lüstern klemmen.“

„Nüstern sind auch keine Nösung.“

„Und wenn Du alle Folgen der 1. Staffel von „Stranger Things“ gesehen hast, wirst Du herausfinden, dass man einen Computer nicht essen kann.“

„Ich beantrage das Emoticon „Walross mit Brille“ offiziell für mich! B€“

„Ich steh‘ bei grün, ich fahr‘ bei rot. Nicht mehr lang hin, dann bin ich… eigentlich bescheuert hier so einen Mumpitz zu posten?“

„Montags schreibt man vorne mit ‚v‘.“

„Die Beinhaltung meiner Akzeptanz ist momentan kaum gewährleistet.“



EM

„Steffen Simon, die alte Wortschatulle.“

„Die Rugby-Inseln sind Olympiasieger im Fidschi.“

„Gleich spielt dieser Pole mit direktem Netzzugang: W-Landowski. #EURO2016“

„Steffen Simon, halt doch einfach mal 19 Sekunden lang die Fresse. #GERITA #em2016“

„#EURO2016 #CROPOR Dann schon lieber ’ne 24 Live Angeln Reportage im DSF.“

„Jetzt sollte Österreich so langsam mal die beiden Punkte über dem „Ö“ auf die Tabelle transferieren.“

„Die EM 2016 in der ARD wird präsentiert von viertklassigem Fusel und US-Pappfraß. 2032 dann als Konsequenz Heroin und Monsanto. #EURO2016“



„Dazu ’ne handvoll Haselhoffnüsse…“

„Alle meine Entchen, swingen auf dem C.“

„Ja, Baby… gib mir Straßennamen!“ (ZITAT: Ruth (66))“

„#PointenDessenWitzeIchGernKennenWürde: Und Bond so ‚Moneypenny, sie können ‚rauskommen, das Känguruh ist jetzt mit dem Klarlack da.'“

„Minitrix, der Typ, die gallische Eisenbahn geschrumpft hat.“

„Was war bloß der Grunz für diese unfassbare Schweinerei?“

„Ich kauf‘ mir jetzt am Büdchen ein ‚und‘.“

„Ich hab‘ mir mal Rote Beete gekauft. Nur so, wollte mal wissen wie das so ist.“

„Nach dem Dopingtest ist so manche Sportlerkarriere bei #Olympia2016 uriniert.“

„Wenn der Brontosaurus im Bad vor Dir zu lange braucht, ist das noch kein Indiz für einen miserablen Tag. #PilzeSammelnNurMitFachliteratur“

„Bassspielen hat 3 Saiten mehr als Dummheit.“

„Dem lästigen Flugsaurier ein Celine Dion Medley vorspielen.“



„Gleich kommt Synchrondopen auf RTL7.“

„Der Neurologe hat nichts gefunden. #Frikadellenparkplatz“

„Ich mag keine Peinstilze.“

„Warte seit 2 Stunden am Rechner darauf, dass sich die Fliege auf die Maus setzt, damit ich den „Bremer Stadtmusikanten“ Tweet machen kann.“

„Meine Tränenvase ist voll. #DagobertDuck“

„Bin in Rüsselsheim, aber liquide.“

„Nicht jeder der „Alaaf-hu Akbar“ ruft, ist Kölner Tourist.“

„@hormonlotto: Nu‘ folg‘ mir schon, hab‘ doch sonst keinem (außer den Dativ).“

„Ich habe 6 Follower auf Twitter. Überlege Sekte zu gründen. Fuhrpark. Sex. Danach offizielles ‚uns alle in die Luft jagen‘.“

„Akuter Anfall eines unaufschiebbaren Trotz/Abenteuerlust Empfindens: Ich steige in eine S-Bahn, die nach „Nicht einsteigen“ fährt.“

„Die Flugsaurier sind auch nicht mehr das, als sie mal waren.“

„Auch schön für Drittklässler, ‚Der brutale Huren-Guru hat meine Hausaufgaben gefressen!'“

„Nachdem ich „Atemlos“ von #HeleneFischer gehört habe, bekomme ich keine Freejazz Titel mehr in meiner ‚Playlist der Woche‘. #SpotifyDuOpfer“

„Schnittlauch rulezz!“

„Wenn der letzte Mitgliedsstaat aus der EU austritt, wird das dann eigentlich als #Thatsit bezeichnet?“

„Ich habe die Lösung für das Flüchtlingsproblem. Wir ändern den Artikel 22 (2) im Grundgesetz in: ‚Die Bundesflagge ist schwarz-rot-bunt.'“

mailaustausch mit david von ZEIT online.

grund meiner anfrage an community (ät) zeit.de war die bitte um löschung meines Accounts, da dies auf dem portal selbst offensichtlich nicht möglich ist. (auszugsweise:)

„Ist das die Adresse, die momentan dort eingetragen ist? Dann ist es irgendein Unsinn, den ich damals eingetippt habe weil ich sauer war, dass die Umstellung nicht funktioniert, hahaha… ich bitte um Entschuldigung dafür.“

„Sie müssten uns bitte vorher zur Überprüfung die von Ihnen registrierte E-Mailadresse mitteilen.“

(Ich teile also die Adresse mit, an die mir ZEIT Online permanent unaufgefordert Werbung sendet.)

„Das ist nicht korrekt. Können Sie eine andere nennen?“

„Ich habe mehrfach versucht diese bei ihnen/in meinem Account zu ändern – ohne Erfolg. Jetzt kann ich das leider auch nicht mehr sagen, ich kann mich einloggen, aber das hilft mir auch nicht weiter…“ „Ist das die Adresse, die momentan dort eingetragen ist? Dann ist es irgendein Unsinn, den ich damals eingetippt habe weil ich sauer war, dass die Umstellung nicht funktioniert, hahaha… ich bitte um Entschuldigung dafür.“

 „Das erklärt in der Tat die angegebene Adresse. Ich muss trotzdem auf Gründlichkeit in der Überprüfung bestehen. Wenn Sie sich einloggen können, dann können Sie über Ihre Profilseite in die Maske „Profil bearbeiten“ wechseln. Dort sehen Sie dann die registrierte Adresse.“  

„Danke für ihre Hilfe und schnelle Antwort, seltsamerweise kann ich mich jetzt NICHT mehr unter meinem Nutzernamen einloggen… wurde bereits irgendetwas geändert?“

„Offenbar wurde das Profil inzwischen gelöscht ohne dass mir ganz klar wäre, wie es dazu gekommen ist. Offenbar ein Systemfehler. Das Profil nur zum Zwecke der Prüfung wiederherzustellen bedeutete einen Aufwand, der sich nur schwer rechtfertigen lässt – gesetzt natürlich dem Fall, dass dieses tatsächlich Ihres war. Sie persönlich sind hoffentlich zufrieden. Die gesuchte E-Mailadresse lautete übrigens auf „achfickdichdochinsknie@mirdochegal“, wenn ich es recht erinnere, und passt also sehr gut auf die von Ihnen skizzierte Situation. Ich bitte für den Vorfall um Entschuldigung.“

David, YMMD.

bücheranfänge, die ich autoren schenke...

…und kein geld dafür haben will.

hier poste ich ab jetzt regelmäßig bücheranfänge/erste zeilen von büchern (inkl. vorschläge zur dramaturgie und musik), die ich gerne selbst weiterlesen würde oder vllt. auch nicht.

da ich zu wenig zeit zum schreiben habe und ja eigentlich musik mache, soll das wer anders schreiben gefälligst und mir dann haufenweise geld überweisen, das ich ja nicht haben will, wie ich oben im text gelogen habe.

211120

das 3/8tel zoll gewinde passte nicht.

„egal,“ dachte clodette chapeau „ich muß eh noch wegen der chromfarbenen muffe und dem glitzerpinksilikon ins BAUHAUS.“

die duschwand musste schräg installiert werden, da das fliesenmulch nicht rechtzeitig trocknen konnte, das waschbecken hatte nämlich biblische ausmaße und die halterung musste eigens von frau akkermann aus borkum eingeflogen werden, die neben ihrer kernkompetenz ‚frühstückseier zuzubereiten‘ und ‚hotelzimmer mit nuttig-roten accessoires vollzustopfen’ auch die einzige person westlich der westküste war, die eine lizenz zur herstellung von zyklopensanitäranlagen besaß.

als der militärhubschrauber auf dem einzig freien parkplatz auf der, am freitag abend stark frequentierten innenstadtstraße von marseille landete in der clodette wohnte, war der sonderermittlerin der „direction générale de la sécurité extérieure de la sinnlosigkeité de accente dans la sprâché de la frôschfresseur“ sofort klar, dass die fussballfeldgroße duschwand doch nicht mitgeliefert worden war.

„merde, c’est une desastreuse moment de ma vie extraordinaire – PANTALON!!!“

die gummierte duschhaube in neonschwarz hatte sie bereits, und sie hatte schon begonnen sich auszuziehen…

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(kurzes altsaxophon-moltofill von sven rossenbach.)

ein trostvoller wimpernschlag in einem klempneruniversum, dass bisher nur tiefschläge für ihre ohnehin schon geplastikbeutelte seelé bereit hielt.

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(sven rossenbach zersägt ein 40x60cm großes waschbecken der firma villeroy&boch mit einer stumpfen holzsäge.)

111120

sie würde kommen.
da war ich mir sicher.

natürlich waren es von connecticut nach detroit immerhin knapp 250 meilen – wenn man nicht über delaware fuhr – aber der greyhound über delaware war ohnehin unbeliebt wegen des umwegs und ebenso bekannt für den schlechten, alkoholgeschwängerten atem von joe pesco, dem selbsternannten schachgenie und permanent betrunkenen busfahrer aus new mexico.

sie würde in den bus steigen.
in irgendeinen bus.

würde die strapazen auf sich nehmen. einmal mehr.
nur um bei mir zu sein.
ein paar minuten in meiner nähe zu sein.
sich geduldig meinem zerwürfnis widmen, dass mir bisher keine einzige zeile meines neuen buches gelungen war.

ich hatte sie kontaktiert.
ja beinahe um ein wiedersehen gebettelt.
ich war voller selbstzweifel, mal wieder in einer sackgasse. mal wieder.

es waren wie üblich die anfänge.
diese ersten worte, gedanken, zeilen, die mir einmal mehr kopfzerbrechen bereiteten.

der pulitzer-preis war jahre her und sie würde auch diesesmal die klasse beweisen und mich nicht darauf ansprechen.

es klingelte an der tür.
ich war mir sicher, dass sie es nicht sein konnte, da sie einen schlüssel hatte.
es klingelte immer wieder und wieder.
ich stellte mein glas burbonberrybonflodaig auf den alten eichenschreibtisch auf dem meine alte IBM kugelkopf-schreibmaschine stand und ging zur tür.

montgomery stöpfli schwitzte.
„das ende ist gewiß!“
„aber der armenische virologe?“ forderte ich ein.
„ist gestern in malmö tot aufgefunden worden…“

jetzt konnte nur noch sie helfen.
und ich war mir sicher… sie würde jeden moment hier sein.

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(sven rossenbach tippt auf einer IBM schreibmaschine (muss dringend ein original sein) das lateinamerikanische lied „one note samba“ auf der tastatur ein und summt wie oscar peterson dazu.)

230620

„was meinst du mit „keine bananen“?“
john lennon konnte sich kaum beruhigen, er hatte beinahe schaum vor dem mund als er ringo anschrie.
„na wenn keine da sind… ich kann sie mir ja schließlich nicht…“
john unterbrach ihn, „was hast du dir eigentlich dabei gedacht? du wärest hier der schlagzeuger? wir haben dich hier genau DESWEGEN was singen lassen!“

ringo blickte verschämt zu boden.
die aufnahmesessions zu „yellow submarine“ waren gerade abgeschlossen und paul saß breitbeinig im sessel hinter dem riesigen mischpult in der regie der abbey road studios.

„ringo, du wusstest genau bescheid, ich meine… was ist so schwer daran zu verstehen?“ meinte paul.
ringo wäre am liebsten im erdboden versunken.
selbst george konnte ihm jetzt nicht mehr wie üblich zur hilfe eilen, zumal er bereits auf der toilette seine frauenklamotten übergezogen hatte und richtung bahnhof unterwegs war.

„ich dachte einfach…“ flüsterte er.
„WAS dachtest du?“ fuhr ihn john erneut an, „der deal war klar, die von der plattenfirma besorgen die erdnussbutter und du…“ in seine stimme mischten sich wut und tränen „..und du DIE SCHEISS BANANEN!!!“
paul stand auf und sagte an john gerichtet die legendären worte, die bis heute die zornesröte ins gesicht aller beatlesfans treibt und die den anfang des endes der legendären band einläuten sollten…
„yoko hätte die bananen auch nicht besorgen können.“

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(sven rossenbach spielt „you can’t always get, what you want“ von den rolling stones auf der nasenflöte)

300420

los angeles lag in den frühen morgenstunden des 6. april im nebel.
ein kranich erbrach sich auf eine plastiktanne, nur wenige meter entfent vom „william shatner“-stern auf dem hollywood boulevard.

um 5 Uhr 21 war kaum jemand auf der straße, was für seymour ねむり美人 (den mann mit dem, für seine kollegen beim MI7 unausprechlichen japanischen nachnamen) der perfekte zeitpunkt für sein vorhaben war.

winter adé.
„herbst, du bist meine kuh…“, dachte er, während er den goldenen legostein sorgsam aus der innentasche seines beigefarbenen lagerfeld sakkos nahm.

ein reiben an jenem unscheinbaren plastikspielzeug würde das unmittelbare ende der welt, so wie wir sie kennen bedeuten.
würde er ihn lediglich kurz aber kräftig drücken, würden alle eichhörnchen der welt sich in blutrünstige werhörnchen verwandeln.
er kramte zur sicherheit nochmal die gebrauchsanweisung heraus, die ihm der titawinaner von kepler 186f beim tränenreichen abschied in der luftschleuse der peruanischen raumstation in die finger gedrückt hatte.
er verzog seine lippen zu einem bösartigen grinsen, zischte leise „ich bin schließlich nicht das beschissene mädchen im walde…“ öffnete den mund und führte den stein sachte an seine zunge…

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(10 sekunden pause, slow motion, dann kann sven rossenbach musikalisch von mir aus machen, was er für angemessen hält)

260420

die königin fiel langsam, beinahe wie in zeitlupe, lasziv, staub wirbelte auf.
als sie mit ihrer bernsteinfarbenen krone auf dem schachbrett aufschlug, raunte bill davenport dem russen leise zu „scheiß‘ auf dich, und jetzt mach‘ mir das versprochene sandwich!“
juri stand auf und strich sich nachdenklich über den bart, als er bill den rücken zukehrte und zum kühlschrank ging.
eins war glasklar, er hatte kein nutella, und davenport würde ihm das, nach alldem was in den letzten 6 tagen in rotterdam passiert war sicher übel nehmen.

als er sich davenport in letzter verzweiflung zuwandte um ihm seine missliche lage zu erklären, krachte mit voller wucht die marssonde „challenger 8“ durch sein küchenfenster und erledigte nicht nur ihn und den FBI direktor bill davenport, sondern auch halb brooklyn und damit auch das nutelladilemma.

14 kilometer weiter saß peter westwood in seinem garten und ein explosionsartiges geräusch, durchbrach den genuß der sonata no. 23 in F minor, op. 57 von ludwig van beethoven auf seinen, bei saturn gerade mit 25% rabatt von € 219,99 auf € 164,99 reduzierten apple powerbeats pro, die mit einem kraftvollen, ausgewogenen sound, einem dynamischen klangspektrum und geräuschisolierung für ein erstklassiges hörerlebnis sorgen.

als seine frau mit einem tablett pfirsichlimonade aus dem haus kam, fragte sie ihn mit desinteressierter stimme „…lust auf ’ne partie schach, peter?“

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(hier brauchen wir – beim zoom auf das schachbrett am anfang – den vollen orchestersound mit streichern und bläsern von sven rossenbach – das VOLLE programm bitte!)

170119

es war nur ein kleiner weißer farbfleck auf der treppenstufe in einem reihenhaus einer unbedeutenden thüringer vorstadt, aber montgomery stöpfli, der leiter der abteilung für physikalische grundlagenforschung am CERN in genf wußte, dass es das ende der menschheit bedeuten würde.

es sei denn…, ja, es sei denn…

er nestelte nervös in seiner linken hosentasche nach seinem samsung galaxy S8, dass in form und funktion noch stärker aufeinander abgestimmt war und technologien integrierte, die es noch nie in einem smartphone gab und die sie bald nicht mehr missen wollen.

„pierre brice?“ meldete sich die stimme am anderen ende der leitung.

„himmel herrgott“, rief stöpfli ungeduldig, „…haben sie noch diese beschissene alte friedenspfeife aus ‚der schatz am silbersee‘?“

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(hier bitte ich vermutlich sven rossenbach, florian van volxem zu rate zu ziehen, da der sich besser mit alter traditionell-indianischer musik auskennt)

070818

der flugsaurier auf seinem arm spuckte blaues blut – es gelang ihm kaum die spärliche luft von VENUS 4 zu atmen.

trotzdem gelang es tom stark die erste seite seines neuen buches zu lesen und nach der erkenntnis, dass es sich dabei um einen roman über ein englisches herrenhaus aus dem 16ten jahrhundert handelte, wandte er sich der erschöpften kreatur auf seinem arm erneut zu und sagte „gib mir den code, um himmels willen… GIB MIR DEN CODE!“

der saurier winselte.

tom stark blätterte aufreizend langsam weiter in „was vom tage übrig blieb“ und flüsterte lächelnd „du oder ich, darling… du, oder…“
in dem moment explodierte der saurier und…
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(hier definitiv KEINE musik. auch nichts von sven rossenbach.)

040718

die 4-köpfige bergungsmannschaft um den archäologen john mckenzie näherte sich dem exoplaneten oblatus 4/R42b. (ODER R43b, HIER BIN ICH MIR NOCH NICHT SICHER)
das raumschiff hatte die 7 einhalb jahre überfahrt problemlos hinter sich gebracht.
als seine erste offizierin, die bildhübsche kolumbianische nymphomanin sheila escobar, wie geplant als erste aus dem cryoschlaf erwachte, machte sie die erschütternde entdeckung, dass sämtliche vakuumtoiletten an bord mit alienscheiße verstopft waren.
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(hier irgendwas in grünem licht und mit musik von den bee gees oder was von sven rossenbach mit streichern.)

040718

der inhalt der schultüte des gestürzten mädchens ergoß sich wie im zeitlupentempo über den gehsteig.
schokolade, bonbons, gummibärchen und die neue ausgabe der „wendy“ breiteten sich lieblos auf dem steinboden aus.
nat kincaid zückte ohne zu zögern seine glock und schoß seiner tochter zweimal in den kopf.
„um himmels willen!“ schrie claire, seine frau auf „was hast du getan?“
doch dann erblickte auch sie den haltbarkeitsaufdruck auf der milchtüte, der unmißverständlich bewies, das ihre geliebte 5-jährige tochter für den mord an den letzten beiden präsidenten verantwortlich war.

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(zoom auf die milchtüte, carmina burana von orff oder langgezogener ton von sven rossenbach auf der querflöte)

010718

der marsianer hatte kein einsehen.
er schoß mir trotz meines einwandes ‚ich hätte sein haustier nicht geschwängert‘, von hinten mit seiner goldenen triolenkanone in den oberen schnipotalamuskel meiner linke wade.

wutverzerrt verabschiedete ich mich von dem gedanken, jemals wieder auf zwei beinen gehen zu können aber mit der süßen gewissheit, auf meinen vom marsstaub rotgefärbten lippen, seine frau letzte nacht in meinen armen gehalten zu haben und ihre verheissungsvollen worte im rausch totaler sexueller extase zwischen glutheißged… (HIER FEHLT MIR NOCH EIN ADJEKTIV) aliens aus ihrem glühenden atem vernommen zu haben, die da hießen (…)

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(jetzt könnte da so eine absurde sexszene mit der kafkaesken verschmelzung merkwürdiger genitalien von ausserirdischen typen kommen, die dann so komisch ineinander… also vielleicht mit musik von den talking heads oder irgendwas von sven rossenbach mit saxophon.)

rezensionen meinerseits.

2009
rezension des stieg larsson romans „verdammnis“ (damals auf ebtv, unserem legendären bochumer internet-TV sender, mit britta maas, sarah baumann & tine friedmann)

2013
ihre bitte um rezension des velvet underground songs „heroine“

sehr geehrte frau d.,
wie Sie wissen ist unser institut über jahrzehnte bekannt für erstklassige fachliche bewertungen von musik in allen stilistiken.
leider muss ich ihnen mitteilen, dass mir allerdings in all dieser zeit keine derart bodenlose frechheit untergekommen ist, mit der man mich und meine mitarbeiter hier belästigt.

aber zum machwerk:
nein – um es von vorneherein zu sagen – dieser song hat kein kultpotential nur weil er beschissen ist.
zunächst habe ich tage gebraucht um sicher zu sein, dass es sich hier um keinen shred* handelt.

wäre auch nur ein hauch inspiration zu spüren, könnte man das mitleid aufwänden, dass man einer aufgeregten schülerband vor ihrem ersten konzert vor 3 mitschülern, 2 müttern und dem hausmeister zuteil werden ließe.

hier wird das problem „timing-schwankungen“ zum quälenden programm erhoben, um so der ideenlosigkeit dieser darbietung vermeintlich etwas leben einzuhauchen. dieser versuch missglückt nicht nur, sondern scheitert kläglich, wie etwa die idee, einen stinkenden zombie mit etwas lippenstift ausgehfertig zu machen.

zwei akkorde (ein drittakkord hätte hier wahrscheinlich das talent der band auf‘s nervenzerfetzende überansprucht) werden hier so leblos, ja, geschrummelt, dass der erfinder der gitarrensaite, ernie ball, beim „im-grab-rumdrehen“ maßgeblich zur erderwärmung beiträgt.
achja, die firma KORG stellt übrigens nicht erst seit 2013 stimmgeräte her.

der gesang von lou reed taugt bestenfalls als alternative zur sonntagspredigt eines katholischen pfarrers den man vorher mehrfach mit einer monstranz penetriert hat, seine schnoddrigkeit wird nur noch durch seine unfähigkeit, auch nur einen richtigen ton zu treffen übertroffen.

„i just don‘t know“, lieber herr reed? das kommt mir auch so vor, ich weiss aber… undzwar, dass das hier vorsätzliche körperverletzung ist und sie hätten ernsthaft über eine karriere im konditoreihandwerk nachdenken sollen.

der keyboarder scheint, das legt jedenfalls der permanente ätzsound auf der orgel nahe, auf der taste kopfüber eingeschlafen zu sein (was man ihm nicht übelnehmen kann, bedenkt man, dass diese darbietung mindestens gegen 70% der genfer konventionen verstößt und in etwa so gesundheitsgefährdend wie ein rudel flusspferde auf kokain ist).

schlagzeuger (das sind die typen, die man oft in begleitung von musikern antrifft), die aus gründen der kreativen ratlosigkeit und in ermangelung simpelster musikalischer mittel zu filzschlegeln greifen um die floor-tom zu malträtieren, helfen in den seltensten fällen dem song oder der musik im allgemeinen weiter.
hier schlage ich vor, dass der Kollege, ob seines talentes und seiner darbietung in erwägung zieht in der zwischenzeit für seine bandkollegen bier holen zu gehen.

am ende des songs zersägt ein achtjähriger mit seiner katze eine schiefertafel oder ein zahnarzt soliert, das kann nicht genau gesagt werden; dies ist allerdings balsam für meine ohren wenn man den rest des machwerkes damit in vergleich setzt.
dieser balsam wird dann zur ayurveda-behandlung, wenn der song erstmal laaange vorbei ist und man weiß, dass man die beiträge für die krankenversicherung pünktlich überwiesen hat um morgen seinen ohrenarzt aufsuchen zu können.

fazit: der song ist so überflüssig wie ein handfeger in der wüste gobi.

wir hoffen, ihnen mit dieser rezension behilflich gewesen zu sein und bitten Sie, uns nie wieder zu konsultieren, mehr noch rufen sie uns nicht mehr an, verbrennen Sie unseren kontakt und spülen ihn danach im klo runter – vergessen sie bitte, dass unser institut existiert – wir haben nämlich angst.

beste grüße
m. scheltinga

*eine momentan sehr populäre technik videos mit originalmusik mit extrem schlechten, selbstgemachten sounds zu unterlegen und die musik so zu parodieren – ein fieser, geschmackloser scherz unter kollegen also.