bratfettverleih.

katzenfotos?

mir ist zwar völlig unklar, was dieser schnauzbärtige hercules poirot verschnitt hier soll (ursprünglich hatte ich „katzenfotos“ bei duckduckgo eingegeben), aber vielleicht liegt das daran, dass ich keine lust mehr zum programmieren hatte und mir irgendsoein doofes agatha christie template runtergeladen habe.

wie dem auch sei, hier gibt es jede menge – auf meinem mist gewachsenen – unsinn.

selber schuld wer weiterliest!

der tom hanks ticker.

Sonntag.
SWISS hat meinen Rückflug gecancelled.
Dachten wohl, wer nicht hinfliegt wohnt jetzt in Bielefeld und will also auch nicht zurück.

Ich kann allerdings meine beiden dadurch freigewordenen Plätze (Valencia-Zürich, Zürich-Düsseldorf (morgen früh dann)) für € 663,00 kaufen.
Nett was?
Meine Plätze!
Noch netter: Nach zähen Verhandlungen und ein bischen Sex geht man auf liebenswerte € 630,00 runter. Ich wittere weiteren Sex und lehne ab.

Kurz meine Alternativen:
Germanwings € 389,00
IBERIA € 1.000,00 (vermutlich weil ohne Küssen).
…oder?
Dienstag früh mit der IBERIA zum Preis von € 241,00.
Es ist immer noch Sonntag.

Ich lasse am Niederländischen Konsulat meinen Pass vorrübergehend auf den Namen ‚Tom Hanks‘ ändern, willige ein und mach’s mir gegenüber vom Check-In gemütlich. Mal sehen wer länger kann…

Sonntag, 19 Uhr 19. Flughafen Valencia.

Heute muss mein Glückstag sein. Ich habe einen Euro gefunden – kein Scheiß‘.

Sonntag, 19 Uhr 28. Flughafen Valencia.

Werde mich wohl gleich mal über die Freizeitangebote hier am Flughafen erkundigen. Vllt. gibt’s hier Volleyball oder Paella-Kurse.

Sonntag, 19 Uhr 36. Flughafen Valencia

Ertappe mich dabei, wie ich kurz erwäge im Dutyfree Shop ein Präzisionsgewehr zu erstehen, um auf Menschen zu schießen, die boarden. (Erschiene das jetzt auf facebook, hätte ich wenig später immerhin einen sicheren Schlafplatz.)
Mache mir bereits jetzt Gedanken darüber, mich hier irgendwo auf einen Aushilfsjob zu bewerben (was man nicht alles so von Borkum mitnimmt an Survival-Skills.)

Sonntag, 19 Uhr 50. Flughafen Valencia.

Erste Halluzinationen: Ich bilde mir einen Krebs ein, der mit einer Kamera zwei Osterhasen hinterherläuft.

Sonntag, 20 Uhr 10. Flughafen Valencia.

Cool. Jetzt nur noch 34 Stunden und 20 Minuten bis zum Abflug. Hotel ist für Mädchen (Moment mal, ich bin ein halbes Mädchen…)

Sonntag, 20 Uhr 34. Flughafen Valencia.

Randy Newman macht sich bei Spottify über mich lustig. Der Flughafen lichtet sich merklich, ich halte durch. Spüre den mentholgeschwängerten Atem der Nachtsaurier in meinem Nacken, macht nix, ich kann zurückatmen.
Wenn ich einatme bin ich ein Rückflugticket, wenn ich ausatme ist es weg… und ich hier. So.
Esse NIE WIEDER Käsefondue. Basta.

Sonntag, 20 Uhr 47. Flughafen Valencia.

Habe zum 3. Mal in Folge den Flughafendirektor im Scrabble geschlagen, vermutlich weil wir uns auf die niederländische Sprache geeinigt haben. Selber schuld, ich hatte mir die ‚Allgemeinen Geschäftsbedingungen‘ bei SWISS auch nicht durchgelesen.
Morgen kommen mich übrigens die ersten Freunde aus Deutschland besuchen, bekomme Zahnbürste und Isomatte gebracht.

Sonntag, 21 Uhr 10. Flughafen Valencia.

Übrigens: Beim letzten Mal als ich hier übernachtet habe, wurde, nachdem ich mir das optimalkuschlige Draht- und Stahlplätzchen als Nachtlager auserkoren hatte, wenig später ein Loch in die Wand gebohrt, gehämmert und geschlagen und ein EC-Automat angebracht. Auch das kein Scheiß, Alter Entfalter!

Sonntag, 21 Uhr 10. Flughafen Valencia.

Habe gerade meinen externen Akku an die, mir bestens bekannte Steckdose zwischen einem Kaffee- und einem Snackautomaten angeschlossen. Kleines, schwarzes Kästlein. Verdammt, was muss man noch machen um hier übernacht eingebuchtet zu werden? Eine Stewardess Schaffner nennen???
Bette mich jetzt zur Nacht liebe Gemeinde.

BTW: Habe soeben das erste Mal in meinem Leben nicht auf das bis wann gibt’s Frühstück, sondern auf das ab wann geachtet.

Sonntag, 22 Uhr 06. Flughafen Valencia.

Kann nicht schlafen. Der Gedanke nach Zerstreuung treibt mich um. Morgen an den Strand oder mit dem Bus ins Phantasialand.

Sonntag, 22 Uhr 12. Flughafen Valencia.

Freue mich auf Madrid Dienstagmorgen. Werde vermutlich nur die Herrentoilette am Flughafen sehen, aber hey, ich bin jung und brauche das Geld.

Sonntag, 24 Uhr 99. Flughafen Valencia.

Der Flugaffe ist verwaist und gehört ich. Erste Anzeichen von Warmsinn. Suche einen Baum mit Steckdose. Gehörn aufgeweicht. Werde hier den Rest meines Lebens vor-mich-hirn-wege-tierchen. Ansagen in spanisch prasseln wie Herbstblätter auf mich runter, aber ich habe ein Inselchen, das lacht: ‚Atme…!‘

Montag, 8 Uhr 56. Flughafen Valencia (immer noch).

Ich reite wieder. Sitze fest im Sattel. Über dem offenen Feuer habe ich mir zum Frühstück Speck mit Bohnen zubereitet und einen Kaffee geröstet.

Montag, 9 Uhr 14. Flughafen Valencia.

Habe übrigens bestens geschlafen. Meine beiden Lieblingspositionen: die mit der linken Schulter am Fuß und die mit dem Kopf am Bauch.
Habe den Flugaffen mittlerweile fest im Griff. Die Stewardessen tanzen Rumba im Evakostüm und wir besprühen uns ausgiebig mit teuren Dutyfree Produkten. Der Direktor hat mittlerweile einen Niederländischkurs belegt und kann mich erstmals beim Scrabble schlagen.

Montag, 12 Uhr 23. Valencia.

Bin in die Stadt geritten und nehme landesspezifische Nahrung zu mir. Jetzt bloß nicht vergessen, dass man der hübschen Bedienung die Kamera für’s Foto in die Hand drückt und nicht dem rumänischen Gastarbeiter auf dem Motorrad.
Noch ca. 23 Stunden bis Düsseldorf, vorher heisst es aber noch Zwischenlandung in Madrid. Zürich, Madrid. Hauptsache Belgien.

Montag, 13 Uhr 55. Valencia. (Wo sonst?)

Auf meinem Tisch findet ein Wanzenrennen zwischen Vater und Sohn – so meine Vermutung aufgrund von Körpergröße und Gewicht – statt. Im Hintergrund spielt ein Mensch am Saxophon das Solo von ‚Baker Street‘. Arschloch, das darf man nicht! Auch nicht in Absurdistan.

Montag, 20 Uhr 11. Flughafen Valencia.

Zurück auf meiner Ranch finde ich fremde Menschen vor, die einem merkwürdigen Kult huldigen, dem sogenannten „Einchecken und Boarden“. Ich mach‘ mir nichts draus, ignoriere diesen neumodischen Unsinn und lade mein Pferd wie gewohnt am Saloon zwischen dem Whisky- und Blaue Bohnenautomat elektrischauf.
Ich erwäge die Nacht mal eine dritte Lieblingsposition zu üben. Vielleicht Unterlippe am Knie oder so.

Montag, 20 Uhr 54. Flughafen (hahahahaaaa) Valencia.

Es ist soweit. Der Flughafen und ich sind miteinander verwachsen. Ich fühle mich angekommen, ruhe in mir, eine tiefe Gewissheit, dass ich hierher gehöre beschleicht mich, der Getränkeautomat ist meine Mutter, das Urinal mein Vater, die Hinweistafeln meine Bibel, die Mitarbeiter meine Jünger. Ich bin Jesus, gehe über Wasser und über Los, ziehe aber keine Boardingkarte ein.

Die Geräusche formen langsam die Sinfonie meiner Verzweiflung, der Geruch von pudrigem “alte-Männer-Parfum“ und hastig aufgetragenem Teenieduft mischen sich mit den ständig wiederkehrenden Aufforderungen ich soll auf mein verficktes Gebäck aufbacken. Ich raste nicht aus sondern hin und her. Please passengers proceed to gate LSD. Pinsel hilf, ich bin ein Eishockey-Puck.

Montag, 21 Uhr 50. Flughafen Valencia.

Muss gerade an den Phil Collins Hit „One More Night“ denken… seltsam.
Die Bedienung kehrt seit 20 Minuten agressiv um mich herum… Moment! Also irgendwas in der Richtung ‚wir schließen jetzt‘, ich packe meine Sachen und trolle mich Richtung Bettchen.

Montag, 21 Uhr 55. Flughafen Valencia.

Toll. Charger und Ladekabel gemopst.
Wech. Einfach nicht mehr da.
Meine ‚Bastion Steckdose‘ zwischen den beiden Automaten wurde eingenommen, geschändet und herzlos ausgeraubt. Ein Fall für die Guardia Civil, eher nicht, denn der Mann spricht keine Sprache, also nur Spanisch, der freundliche andere Polizist verweist mich an die Flughafensicherheit, die nicht im Office ist, aber sein sollte – Spanien eben. Ein Honigkuchenpferd erklärt mir hinterher, dass sie da nichts machen kann. Nee, klar, wer nichts macht, der macht eben auch nichts, das ist reine Physik. Ich lege mich schlafen. Jetzt doch irgendwie mal stinksauer und überhaupt.

Dienstag, 4 Uhr 00. Flugsaurierhafen Valencia.

Rodriguez weckt mich. Kein Mensch nirgendwo. Doch, da… eine Kanadierin.

Mir wird gerade siedendheiß bewusst, dass sich meine Boardingcard auf meinem iPhone, ich verbessere mich: ‚ungeladenem iPhone‘ befindet. Ich checke den Ladezustand und korrigiere mich erneut, ‚auf meinem mit 1% (also das ist ja jetzt mal purer Zynismus) geladenen iPhone‘. Einen Moment lang denke ich ‚du kommst hier net ‚raus.‘ Nie wieder Deutschland, nie wieder Zilivi… Zisi…, ach egal.

Ich spreche die einzige Kanadierin in Spanien an und die hat was? Richtig, ein iPhone Ladekabel. Ich lade und sie erzählt mir, dass sie meinen Weckton mag und „Searching for Sugarman‘ gesehen hat. Der Tag wird mein Freund. Ein bischen.

Dienstag, 5 Uhr 30. Flughafen Valencia.

Bin durch die Schranken, die den Abflug bedeuten und weiß jetzt final (im Kleinen), wie sich Tom Hanks gefühlt haben muss.

Danke für eure Aufmerksamkeit und die vielen Briefe und Postkarten. Gate Info in 5 Minuten. Bin guter Hoffnung eines Tages wieder meine Wohnung zu betreten. (Falls sie dann noch…

bücheranfänge, die ich autoren schenke...

…und kein geld dafür haben will.

hier poste ich ab jetzt regelmäßig bücheranfänge/erste zeilen von büchern (inkl. vorschläge zur dramaturgie und musik), die ich gerne selbst weiterlesen würde oder vllt. auch nicht.

da ich zu wenig zeit zum schreiben habe und ja eigentlich musik mache, soll das wer anders schreiben gefälligst und mir dann haufenweise geld überweisen, das ich ja nicht haben will, wie ich oben im text gelogen habe.

230620

„was meinst du mit „keine bananen“?“
john lennon konnte sich kaum beruhigen, er hatte beinahe schaum vor dem mund als er ringo anschrie.
„na wenn keine da sind… ich kann sie mir ja schließlich nicht…“
john unterbrach ihn, „was hast du dir eigentlich dabei gedacht? du wärest hier der schlagzeuger? wir haben dich hier genau DESWEGEN was singen lassen!“

ringo blickte verschämt zu boden.
die aufnahmesessions zu „yellow submarine“ waren gerade abgeschlossen und paul saß breitbeinig im sessel hinter dem riesigen mischpult in der regie der abbey road studios.

„ringo, du wusstest genau bescheid, ich meine… was ist so schwer daran zu verstehen?“ meinte paul.
ringo wäre am liebsten im erdboden versunken.
selbst george konnte ihm jetzt nicht mehr wie üblich zur hilfe eilen, zumal er bereits auf der toilette seine frauenklamotten übergezogen hatte und richtung bahnhof unterwegs war.

„ich dachte einfach…“ flüsterte er.
„WAS dachtest du?“ fuhr ihn john erneut an, „der deal war klar, die von der plattenfirma besorgen die erdnussbutter und du…“ in seine stimme mischten sich wut und tränen „..und du DIE SCHEISS BANANEN!!!“
paul stand auf und sagte an john gerichtet die legendären worte, die bis heute die zornesröte ins gesicht aller beatlesfans treibt und die den anfang des endes der legendären band einläuten sollten…
„yoko hätte die bananen auch nicht besorgen können.“

REGIEANWEISUNG
(sven rossenbach spielt „you can’t always get, what you want“ von den rolling stones auf der nasenflöte)

300420

los angeles lag in den frühen morgenstunden des 6. april im nebel.
ein kranich erbrach sich auf eine plastiktanne, nur wenige meter entfent vom „william shatner“-stern auf dem hollywood boulevard.

um 5 Uhr 21 war kaum jemand auf der straße, was für seymour ねむり美人 (den mann mit dem, für seine kollegen beim MI7 unausprechlichen japanischen nachnamen) der perfekte zeitpunkt für sein vorhaben war.

winter adé.
„herbst, du bist meine kuh…“, dachte er, während er den goldenen legostein sorgsam aus der innentasche seines beigefarbenen lagerfeld sakkos nahm.

ein reiben an jenem unscheinbaren plastikspielzeug würde das unmittelbare ende der welt, so wie wir sie kennen bedeuten.
würde er ihn lediglich kurz aber kräftig drücken, würden alle eichhörnchen der welt sich in blutrünstige werhörnchen verwandeln.
er kramte zur sicherheit nochmal die gebrauchsanweisung heraus, die ihm der titawinaner von kepler 186f beim tränenreichen abschied in der luftschleuse der peruanischen raumstation in die finger gedrückt hatte.
er verzog seine lippen zu einem bösartigen grinsen, zischte leise „ich bin schließlich nicht das beschissene mädchen im walde…“ öffnete den mund und führte den stein sachte an seine zunge…

REGIEANWEISUNG
(10 sekunden pause, slow motion, dann kann sven rossenbach musikalisch von mir aus machen, was er für angemessen hält)

260420

die königin fiel langsam, beinahe wie in zeitlupe, lasziv, staub wirbelte auf.
als sie mit ihrer bernsteinfarbenen krone auf dem schachbrett aufschlug, raunte bill davenport dem russen leise zu „scheiß‘ auf dich, und jetzt mach‘ mir das versprochene sandwich!“
juri stand auf und strich sich nachdenklich über den bart, als er bill den rücken zukehrte und zum kühlschrank ging.
eins war glasklar, er hatte kein nutella, und davenport würde ihm das, nach alldem was in den letzten 6 tagen in rotterdam passiert war sicher übel nehmen.

als er sich davenport in letzter verzweiflung zuwandte um ihm seine missliche lage zu erklären, krachte mit voller wucht die marssonde „challenger 8“ durch sein küchenfenster und erledigte nicht nur ihn und den FBI direktor bill davenport, sondern auch halb brooklyn und damit auch das nutelladilemma.

14 kilometer weiter saß peter westwood in seinem garten und ein explosionsartiges geräusch, durchbrach den genuß der sonata no. 23 in F minor, op. 57 von ludwig van beethoven auf seinen, bei saturn gerade mit 25% rabatt von € 219,99 auf € 164,99 reduzierten apple powerbeats pro, die mit einem kraftvollen, ausgewogenen sound, einem dynamischen klangspektrum und geräuschisolierung für ein erstklassiges hörerlebnis sorgen.

als seine frau mit einem tablett pfirsichlimonade aus dem haus kam, fragte sie ihn mit desinteressierter stimme „…lust auf ’ne partie schach, peter?“

REGIEANWEISUNG
(hier brauchen wir – beim zoom auf das schachbrett am anfang – den vollen orchestersound mit streichern und bläsern von sven rossenbach – das VOLLE programm bitte!)

170119

es war nur ein kleiner weißer farbfleck auf der treppenstufe in einem reihenhaus einer unbedeutenden thüringer vorstadt, aber montgomery stöpfli, der leiter der abteilung für physikalische grundlagenforschung am CERN in genf wußte, dass es das ende der menschheit bedeuten würde.

es sei denn…, ja, es sei denn…

er nestelte nervös in seiner linken hosentasche nach seinem samsung galaxy S8, dass in form und funktion noch stärker aufeinander abgestimmt war und technologien integrierte, die es noch nie in einem smartphone gab und die sie bald nicht mehr missen wollen.

„pierre brice?“ meldete sich die stimme am anderen ende der leitung.

„himmel herrgott“, rief stöpfli ungeduldig, „…haben sie noch diese beschissene alte friedenspfeife aus ‚der schatz am silbersee‘?“

REGIEANWEISUNG
(hier bitte ich vermutlich sven rossenbach, florian van volxem zu rate zu ziehen, da der sich besser mit alter traditionell-indianischer musik auskennt)

070818

der flugsaurier auf seinem arm spuckte blaues blut – es gelang ihm kaum die spärliche luft von VENUS 4 zu atmen.

trotzdem gelang es tom stark die erste seite seines neuen buches zu lesen und nach der erkenntnis, dass es sich dabei um einen roman über ein englisches herrenhaus aus dem 16ten jahrhundert handelte, wandte er sich der erschöpften kreatur auf seinem arm erneut zu und sagte „gib mir den code, um himmels willen… GIB MIR DEN CODE!“

der saurier winselte.

tom stark blätterte aufreizend langsam weiter in „was vom tage übrig blieb“ und flüsterte lächelnd „du oder ich, darling… du, oder…“
in dem moment explodierte der saurier und…
REGIEANWEISUNG
(hier definitiv KEINE musik. auch nichts von sven rossenbach.)

040718

die 4-köpfige bergungsmannschaft um den archäologen john mckenzie näherte sich dem exoplaneten oblatus 4/R42b. (ODER R43b, HIER BIN ICH MIR NOCH NICHT SICHER)
das raumschiff hatte die 7 einhalb jahre überfahrt problemlos hinter sich gebracht.
als seine erste offizierin, die bildhübsche kolumbianische nymphomanin sheila escobar, wie geplant als erste aus dem cryoschlaf erwachte, machte sie die erschütternde entdeckung, dass sämtliche vakuumtoiletten an bord mit alienscheiße verstopft waren.
REGIEANWEISUNG
(hier irgendwas in grünem licht und mit musik von den bee gees oder was von sven rossenbach mit streichern.)

040718

der inhalt der schultüte des gestürzten mädchens ergoß sich wie im zeitlupentempo über den gehsteig.
schokolade, bonbons, gummibärchen und die neue ausgabe der „wendy“ breiteten sich lieblos auf dem steinboden aus.
nat kincaid zückte ohne zu zögern seine glock und schoß seiner tochter zweimal in den kopf.
„um himmels willen!“ schrie claire, seine frau auf „was hast du getan?“
doch dann erblickte auch sie den haltbarkeitsaufdruck auf der milchtüte, der unmißverständlich bewies, das ihre geliebte 5-jährige tochter für den mord an den letzten beiden präsidenten verantwortlich war.

REGIEANWEISUNG
(zoom auf die milchtüte, carmina burana von orff oder langgezogener ton von sven rossenbach auf der querflöte)

010718

der marsianer hatte kein einsehen.
er schoß mir trotz meines einwandes ‚ich hätte sein haustier nicht geschwängert‘, von hinten mit seiner goldenen triolenkanone in den oberen schnipotalamuskel meiner linke wade.

wutverzerrt verabschiedete ich mich von dem gedanken, jemals wieder auf zwei beinen gehen zu können aber mit der süßen gewissheit, auf meinen vom marsstaub rotgefärbten lippen, seine frau letzte nacht in meinen armen gehalten zu haben und ihre verheissungsvollen worte im rausch totaler sexueller extase zwischen glutheißged… (HIER FEHLT MIR NOCH EIN ADJEKTIV) aliens aus ihrem glühenden atem vernommen zu haben, die da hießen (…)

REGIEANWEISUNG
(jetzt könnte da so eine absurde sexszene mit der kafkaesken verschmelzung merkwürdiger genitalien von ausserirdischen typen kommen, die dann so komisch ineinander… also vielleicht mit musik von den talking heads oder irgendwas von sven rossenbach mit saxophon.)

rezensionen meinerseits.

2009
rezension des stieg larsson romans „verdammnis“ (damals auf ebtv, unserem legendären bochumer internet-TV sender, mit britta maas, sarah baumann & tine friedmann)

2013
ihre bitte um rezension des velvet underground songs „heroine“

sehr geehrte frau d.,
wie Sie wissen ist unser institut über jahrzehnte bekannt für erstklassige fachliche bewertungen von musik in allen stilistiken.
leider muss ich ihnen mitteilen, dass mir allerdings in all dieser zeit keine derart bodenlose frechheit untergekommen ist, mit der man mich und meine mitarbeiter hier belästigt.

aber zum machwerk:
nein – um es von vorneherein zu sagen – dieser song hat kein kultpotential nur weil er beschissen ist.
zunächst habe ich tage gebraucht um sicher zu sein, dass es sich hier um keinen shred* handelt.

wäre auch nur ein hauch inspiration zu spüren, könnte man das mitleid aufwänden, dass man einer aufgeregten schülerband vor ihrem ersten konzert vor 3 mitschülern, 2 müttern und dem hausmeister zuteil werden ließe.

hier wird das problem „timing-schwankungen“ zum quälenden programm erhoben, um so der ideenlosigkeit dieser darbietung vermeintlich etwas leben einzuhauchen. dieser versuch missglückt nicht nur, sondern scheitert kläglich, wie etwa die idee, einen stinkenden zombie mit etwas lippenstift ausgehfertig zu machen.

zwei akkorde (ein drittakkord hätte hier wahrscheinlich das talent der band auf‘s nervenzerfetzende überansprucht) werden hier so leblos, ja, geschrummelt, dass der erfinder der gitarrensaite, ernie ball, beim „im-grab-rumdrehen“ maßgeblich zur erderwärmung beiträgt.
achja, die firma KORG stellt übrigens nicht erst seit 2013 stimmgeräte her.

der gesang von lou reed taugt bestenfalls als alternative zur sonntagspredigt eines katholischen pfarrers den man vorher mehrfach mit einer monstranz penetriert hat, seine schnoddrigkeit wird nur noch durch seine unfähigkeit, auch nur einen richtigen ton zu treffen übertroffen.

„i just don‘t know“, lieber herr reed? das kommt mir auch so vor, ich weiss aber… undzwar, dass das hier vorsätzliche körperverletzung ist und sie hätten ernsthaft über eine karriere im konditoreihandwerk nachdenken sollen.

der keyboarder scheint, das legt jedenfalls der permanente ätzsound auf der orgel nahe, auf der taste kopfüber eingeschlafen zu sein (was man ihm nicht übelnehmen kann, bedenkt man, dass diese darbietung mindestens gegen 70% der genfer konventionen verstößt und in etwa so gesundheitsgefährdend wie ein rudel flusspferde auf kokain ist).

schlagzeuger (das sind die typen, die man oft in begleitung von musikern antrifft), die aus gründen der kreativen ratlosigkeit und in ermangelung simpelster musikalischer mittel zu filzschlegeln greifen um die floor-tom zu malträtieren, helfen in den seltensten fällen dem song oder der musik im allgemeinen weiter.
hier schlage ich vor, dass der Kollege, ob seines talentes und seiner darbietung in erwägung zieht in der zwischenzeit für seine bandkollegen bier holen zu gehen.

am ende des songs zersägt ein achtjähriger mit seiner katze eine schiefertafel oder ein zahnarzt soliert, das kann nicht genau gesagt werden; dies ist allerdings balsam für meine ohren wenn man den rest des machwerkes damit in vergleich setzt.
dieser balsam wird dann zur ayurveda-behandlung, wenn der song erstmal laaange vorbei ist und man weiß, dass man die beiträge für die krankenversicherung pünktlich überwiesen hat um morgen seinen ohrenarzt aufsuchen zu können.

fazit: der song ist so überflüssig wie ein handfeger in der wüste gobi.

wir hoffen, ihnen mit dieser rezension behilflich gewesen zu sein und bitten Sie, uns nie wieder zu konsultieren, mehr noch rufen sie uns nicht mehr an, verbrennen Sie unseren kontakt und spülen ihn danach im klo runter – vergessen sie bitte, dass unser institut existiert – wir haben nämlich angst.

beste grüße
m. scheltinga

*eine momentan sehr populäre technik videos mit originalmusik mit extrem schlechten, selbstgemachten sounds zu unterlegen und die musik so zu parodieren – ein fieser, geschmackloser scherz unter kollegen also.